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1. wirtschaftliche
Bedeutung der Opuntien |
11.2. Blattsprosse |
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Stammesgeschichtlich gehören Kakteen (Cactaceae) zu den "nelkenähnlichen" Gewächsen, einer Ordnung zu der neben den Nelken auch der Spinat und die Rüben zählen. Für fast alle Familien dieser Ordnung sind die Betalaine als Farbstoffe typisch. Linné stellte 1753 die eigene Gattung Cactus L. auf, in der er die damals 22 bekannten Arten einsortierte. Mittlerweile hat es viele Versuche der systematische Erfassung gegeben. Man kennt heute über 300 Gattungen mit mehr als 2000 Arten.
Die Opuntien stellen mit über 200 Arten die größte Gattung innerhalb der Unterfamilie der Opuntioideae, bzw der Familie der Cactaceae dar. Zu ihr gehören die widerstandsfähigsten und anpassungsfähigsten Kakteen. Man unterscheidet mehrere Untergattungen: Cylindroopuntien besitzen zylindrische Stämme und Zweige, Tephrokakteen kugel- bis elipsenförmige Sprosse und die Opuntien (Nopalea) abgeflachte, scheibenförmige Sprosse.
Opuntien sind strauch- oder baumförmige, meist reich verzweigte Kakteen. Die Blätter sind nur winzige Schuppen, die schnell welken und abfallen. Die bei den Opuntien gelegentlich als Blätter bezeichneten Spross-Sukkulenten oder Kladodien sind evolutionsgeschichtlich gesehen sekundär abgeflachte Stammteile, deren unterschiedliche Ausrichtung für die Photosyntheseleistung der Pflanze über den ganzen Tag von Bedeutung ist (Becerra 1976). Die Areolen tragen neben den starken Stacheln noch Büschel borstenartiger Stacheln (Glochidien), die leicht in die Haut eindringen, aber schwer zu entfernen sind. Der bekannteste weil am weitesten verbreitete Vertreter der Opuntien ist die Art Opuntia ficus indica, die niedrige Büsche, aber auch baumförmige Gewächse bilden kann. Die Pflanze wird auch als Feigenkaktus, Indische Feige oder Feigendistel bezeichnet. Peru, Opuntien-Blüte |