|
|
1. wirtschaftliche
Bedeutung der Opuntien |
11.2. Blattsprosse |
|
Der Saft aus frisch gepressten Nopalitos der Art O. streptacantha zeigt auch an pankreatektomierten (künstlich entfernte Bauchspeicheldrüse) Kaninchen einen Abfall der Glukosewerte in den ersten vier Stunden nach Einnahme (Ibanez-Camacho und Roman-Ramos 1979, Ibanez-Camacho et al. 1983). Die Autoren vermuten als wirksames Prinzip eine ähnlich hohe Konzentration der Glukose-6-phosphat-Isomerase in O. streptacantha wie sie für Opuntia ficus indica nachgewiesen werden konnte. Eine Verbesserung der Symptomatologie erfolgt bei Diabetes-Patienten auch nach regelmäßiger Einnahme des Saftes der Art Joconostle (Meckes-Lozoya et al. 1986). Insulin und Glukose-Werte normalisierten sich, Cholesterol und Triglycerid-Werte konnten gesenkt werden. Neben dem hipoglycämischen Effekt (Senkung des Glucosespiegels) bei Diabetikern konnten mexikanische Ärzte auch bei nicht-diabetischen Personen mit Übergewicht eine Abnahme des Körpergewichts und eine Senkung von Cholesterol und Tryglyceriden im Blutserum feststellen. Die Patienten hatten während 10 Tagen vor jedem Essen Feigenkaktus-Kapseln zu sich genommen. Der Feigenkaktus scheint auch ein wirksames Mittel zur Senkung der Magensäure zu sein. Die Pflanze kann also zur Behandlung von Störungen des Säurehaushalts des Magens genutzt werden, wodurch bestimmte Geschwüre des Magens und des Zwölffingerdarms vermieden werden könnten. |