Opuntien

  1.      wirtschaftliche Bedeutung der Opuntien
  2.      was ist ein Kaktus?
  3.      Biologie der Opuntien
  4.      Standort und Klima
  5.      Ursprung und landwirtschaftliche Nutzung
  6.      Früchte
  7.      Blüten
  8.      Blattsprosse (Nopalitos)
  9.      Inhaltsstoffe
10.     Opuntien als Unkraut
11.     Ernährungsgrundlage für die Dritte Welt
11.1.  Früchte und Blüten

11.2.  Blattsprosse
11.3.  Viehfutter
12.     medizinische Bedeutung
12.1.  Diabetes
12.2.  Blasenschwäche und Prostata-Beschwerden
12.3.  Handelspräparate zur Nahrungsergänzung
13.  
   Farbstoffproduktion
14.     weiterführende Literatur
14.1.  Fachbücher
14.2.  wissenschaftliche Publikationen 
14.3.  weiterführende Links
15.     Autor


4. Standort und Klima

Die verschiedenen Opuntien-Arten wachsen in allen trockenen Gebieten der Erde. Ihre Heimat ist der amerikanische Kontinent von Kanada bis Patagonien. Opuntien wachsen sowohl in Höhe des Meeresspiegels als auch in Regionen bis zu 4.700 m Höhe.

USA, Kalifornien, wo die klimatischen Bedingungen stimmen, wachsen Opuntien auch am Straßenrand und mitten in der Großstadt

Der Bau der Opuntien ist ein Ergebnis ihrer Anpassung an die trockenen, halbtrockenen oder wüstenartigen Regionen und ihrer speziellen Fähigkeit große Mengen Wasser speichern zu können, ohne es durch Verdunstung wieder zu verlieren. Die Opuntie ist eine typische Pflanze des trockenen, tropischen Höhenklimas mit großer Tag-Nacht-Amplitude. 

Peru, Huaraz, kleinbäuerlicher Garten mit Opuntien

Weitere Standortvoraussetzungen sind: relativ milde Winter, Trockenheit in der kalten Jahreszeit, vorwiegend Sommerregen, Jahresniederschläge zwischen 180 und 650 mm (Brutsch 1984). Wenn davon abweichend auch Winterregen, wie sie im Mittelmeerraum auftreten, toleriert werden, zeigt dies die breite ökologische Toleranz der Pflanze. Wichtig sind ausreichende Niederschläge zur Zeit der Fruchtreife. Die Temperatur soll die O° C -Grenze nicht unterschreiten, da die Opuntie sehr empfindlich auf kalte Winde, starke Fröste und Nebel reagiert (Gatti 1977). Die Widerstandsfähigkeit gegen Frost variiert aber bereits innerhalb einer Art ganz beträchtlich. Kurzfristig können aber durchaus -6°C bis -8°C toleriert werden.