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1. wirtschaftliche
Bedeutung der Opuntien |
11.2. Blattsprosse |
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Wenn es eine Pflanze gibt, mit der sich die Mexikaner
identifizieren, so ist dies der Feigenkaktus mit der lateinischen
Bezeichnung Opuntia. Der Feigenkaktus oder "el nopal", wie ihn die Mexikaner
nennen, ist in Mexiko überall präsent: in der Landschaft, auf den
Märkten, in der Küche, als Viehfutter, ja sogar im mexikanischen
Staatswappen. das mexikanische Staatswappen zeigt einen Adler mit Schlange im Schnabel auf den Früchten des Feigenkaktus Weltweit hat der Feigenkaktus nicht die große Bedeutung erlangt, wie andere Kulturpflanzen, die ihre genetische Heimat in der Neuen Welt haben: Mais, Tomate, Kakao, Paprika. Trotz seiner vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten mag dies an seinem stacheligen und scheinbar feindlichen Charakter liegen. Die Kakteenforschung hat sich über Jahrhunderte mehr mit der taxonomischen Gliederung als mit der landwirtschaftlichen oder medizinischen Nutzung dieser Pflanzen beschäftigt. In Deutschland wurde das Arbeitsgebiet "Kakteen als Nutzpflanzen" erst vor ca. 25 Jahren kreiert (Hoffmann 1978). Dabei wurde eine erstaunliche Verwendungsvielfalt deutlich: zur menschlichen Ernährung, als Viehfutter, als Holzlieferant, als Brennmaterial, zur Farbstoffgewinnung, als Zier- und Zimmergewächs, als Erosionsschutz, zur Einzäunung, als Feuerschutz, als Heilmittel.
Opuntien-Plantage an der pazifischen Küste in Peru Der Nopal wird in der Landwirtschaft kultiviert oder als Wildform geerntet, um als Lebensmittel, Viehfutter, zur Farbstoffproduktion und in der Medizin eingesetzt zu werden. Der Feigenkaktus ist deshalb für die Wirtschaft bestimmter Regionen von großer Bedeutung. Als Lebensmittel werden traditionell die Früchte roh verspeist und die Blattsprosse gebraten, gekocht oder geschmort oder als Salat zubereitet. Aus der Feige werden weitere Produkte hergestellt wie: Säfte, Käse, Honig, Gelees, Pulque, Wein, Branntwein, Keimöl, Farbstoffe, Alkohol. Darüber hinaus besitzt diese Pflanze auch Heilkräfte, besonders bei der Prostatahyperblasie und Diabetes. |